ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN
gültig ab 1. Jänner 2009
 

1. Geltungsbereich 
 

Diese Geschäftsbedingungen gelten für die Serviceleistungen der more Logistics GmbH . Alle Verträge, die von more Logistics GmbH mit Versendern (im folgenden „Auftraggeber“) über die Versendung, Beförderung, Behandlung und/oder Lagerung von Gütern abgeschlossen werden, kommen auf der Basis der CMR, bzw. für Flugsendungen des Warschauer Abkommens und ergänzend ausschließlich zu den nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen AGB zustande. Entgegenstehenden AGB wird hiermit ausdrücklich widersprochen. 

 

Soweit die AGB der more Logistics GmbH keine abweichenden Bestimmungen enthalten, gelten ergänzend die Allgemeinen österreichischen Spediteurbedingungen AÖSp in der jeweils letzten Fassung, kundgemacht im Amtsblatt zur Wiener Zeitung. 
 

2. Leistungsumfang 
 

Die Definition und Beschreibung der einzelnen Dienstleistungen sowie der jeweilige Leistungsrahmen sind in den jeweiligen zum Vertragsabschluss aktuellen Produktinformationen enthalten; diese begrenzen die jeweiligen Leistungspflichten der more Logistics GmbH. Mangels besonderer Vereinbarung gilt die jeweilige Standarddienstleistung ohne jegliche Zusatzdienstleistung; dies gilt auch, wenn eine Sonderdienstleistung beauftragt wird, die von more Logistics GmbH nicht oder nicht zu den vom Auftraggeber gewünschten Bedingungen (insbesondere nach Ort, Zeit, Volumen und Gewicht) angeboten wird. Die Bestimmungen zu den einzelnen Sonderleistungen (die extra bezahlt wurden) bleiben von diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen unberührt. more Logistics GmbH steht es frei, Art, Weg und Mittel der Beförderung zum Empfänger zu wählen.

 

3. Ausgeschlossene Leistung 
 

Von der Beförderung ausgeschlossen sind mangels gesonderter schriftlicher Vereinbarung folgende Sendungen: 
 

a) die als Empfängeradresse lediglich eine Postfachanschrift oder den Zusatz „Postlagernd“ aufweisen,
b) die nicht den in den jeweils aktuellsten Produktbroschüren definierten Eigenschaften, insbesondere nicht den darin jeweils definierten Maßen und Gewichten entsprechen.
c) deren Wert für more Logistics GmbH Serviceleistungen € 50.000,-- bei Sendungen und € 25.000,-- bei Einzelpaketen übersteigt.
d) für die vom Absender gemäß Art. 24 CMR und/oder Art. 26 CMR ein Wert oder ein Interesse deklariert wird oder deklariert werden soll.
e) die zwar unter den Wertgrenzen der Ziffer c) liegen, jedoch von besonderem Wert sind, insbesondere Edelmetalle, Schmuck, Edelsteine, Juwelen, Pelze, Kunstgegenstände, Gemälde, Skulpturen, Antiquitäten, Zahlungsmittel, Dokumente, Urkunden, Scheck- und Kreditkarten, Telefonkarten, Wertpapiere, Aktien, Wechsel, Sparbücher, sowie sonstige Papiere, für die im Schadenfall keine Sperrung oder Kraftloserklärung- und Ersatzverfahren durchgeführt werden können,
f) deren Beförderung/Aufbewahrung gegen ein gesetzliches oder behördliches Verbot verstößt,
g) die Drogen enthalten,
h) die verderbliche Güter oder sonstige schadensgeneigte Güter enthalten, die vor Hitze- oder Kälteeinwirkungen sowie Temperaturschwankungen oder Luftfeuchtigkeit besonders zu schützen sind und deswegen besonderer technischer Einrichtungen bedürfen,
i) die sterbliche Überreste von Menschen oder Tieren und/oder lebende Tiere und Pflanzen enthalten,
j) die Waffen, Explosivstoffe, dual-use-Waren oder Militärgüter enthalten,
k) deren Inhalte als pornographisch anstößig oder als politisch sensibel betrachtet werden könnten,
l) die aufgrund ihrer Beschaffenheit eine Beeinträchtigung oder Beschädigung von Personen, Gütern oder Einrichtungen verursachen können,
m) deren Verpackung nicht ihrer Form, ihrem Inhalt oder ihrer Natur, insbesondere nicht Ziffer 4., Abs. 1 entspricht,
n) die Umzugsgut zum Inhalt haben, oder
o) Versandeinheiten mit fehlender, unzureichender oder irreführender Kennzeichnung, insbesondere Versandeinheiten, die nicht Ziffer 4., Abs. 2 und 3 entsprechen. 
 

Sämtliche Schäden, kosten und Aufwendungen, die dadurch entstehen, dass der Auftraggeber more Logistics GmbH vom Transport ausgeschlossene Güter übergibt, sind durch den Auftraggeber – unabhängig von einem allfälligen Verschulden – zu ersetzen. 
 

more Logistics GmbH obliegt keine Prüfungspflicht hinsichtlich eines Beförderungsausschlusses, more Logistics GmbH behält sich aber das Recht vor, jedes zum Transport übergebene Produkt zu öffnen und zu prüfen – es sei denn, dies ist durch ein örtliches Gesetz verboten – unabhängig davon, ob das Produkt Kennzeichnungen aufweist, die auf ausgeschlossene Güter schließen lassen oder gar keine Kennzeichnung vorliegt. Eine etwaige Überprüfung durch more Logistics GmbH entbindet den Auftraggeber nicht von seinen vertraglichen und gesetzlichen Pflichten. Des weiteren ist more Logistics GmbH berechtigt, die Annahme und die Beförderung von Produkten ohne Angabe von Gründen zu verweigern. 
 

Unabhängig davon, ob more Logistics GmbH der Inhalt eines Paketes bekannt oder unbekannt ist, kommt über den Transport oder dessen Besorgung von ausgeschlossenen Güter ein Vertrag auch dann nicht zustande, wenn das Paket abgeholt, befördert oder gelagert wird. Mitarbeiter der more Logistics GmbH oder deren Erfüllungsgehilfen sind nicht berechtigt, hiervon abweichende Vereinbarungen zu schließen. Sollte der Auftraggeber more Logistics GmbH über den Inhalt des Paketes täuschen, wird bereits jetzt die Anfechtung des Vertrages erklärt. 
 

4. Pflichten des Auftraggebers 
 

Die von more Logistics GmbH zu befördernden Güter müssen ordnungsgemäß auf den Transport vorbereitet und transportsicher verpackt, kompakt, stapelbar und sortierfähig sein. 
 

Des weiteren ist der Auftraggeber verpflichtet, das Produkt mit den gesetzlich, behördlich oder vertraglich jeweils vorgeschriebenen bzw. erforderlichen Begleitpapieren zu versehen und diese pflichtgemäß, vollständig und wahrheitsgemäß auszufüllen und auf Verlangen weitere Auskünfte zu erteilen. Insbesondere hat der Auftraggeber im Hinblick auf die Ziffer 3c) den Wert des Produktes wahrheitsgemäß anzugeben, wobei diese Wertangabe ausdrücklich nicht als Interesse oder Wertdeklaration i. S. d. Art. 24, 26 CMR zu verstehen ist. more Logistics GmbH ist nicht zur Prüfung verpflichtet, ob die dem Produkt beigefügten Dokumente und die erteilten Auskünfte ausreichend und richtig sind. Fehlen die für den Weitertransport und/oder die weitere Bearbeitung notwendigen Unterlagen, so hat der Auftraggeber diese innerhalb 7 Werktagen beizubringen. Andernfalls wird das Produkt an den Auftraggeber auf dessen Kosten zurückgesendet. 
 

Der Auftraggeber hat zu jeder Sendung die in der detaillierten Produktinformation jeweils angegebenen Sendungsdaten vollständig und richtig mindestens aber Absender (ev. Kundennummer), genaue Empfängeradresse, Identnummer (z.B. Auftragsnummer bzw. –code), Anzahl Versandeinheiten und Gewicht der Sendung sowie gewünschte Sonderdienste anzugeben. Auf auftraggebereigenen Übernahmepapieren müssen zusätzlich die gewünschten Sonderdienste mit den entsprechenden Sonderdienstaufklebern gekennzeichnet werden. 
 

Der Auftraggeber hält more Logistics GmbH hinsichtlich aller infolge Verletzung der vorstehenden Pflichten entstehenden Schäden, Kosten, Aufwendungen oder Ansprüchen Dritter schad- und klaglos. Die Erstattungspflicht umfasst auch mögliche Rechtsverteidigungs- und Rechtsverfolgungskosten sowie etwaige Gutachterkosten. 
 

5. Zustellung 
 

Das Produkt wird gegen schriftliche oder elektronische Empfangsquittung an den Empfänger zugestellt, soweit nicht mit diesem eine besondere Art der Zustellung, wie z.B. die Hinterlegung des Produktes an einem vom Empfänger bestimmten Ort abgeschlossen wurde. Ist der Empfänger bei der Zustellung nicht anwesend, so ist more Logistics GmbH berechtigt, aber nicht verpflichtet, das Paket gegen Empfangsquittung an jede Person auszuliefern, von der nach den Umständen angenommen werden kann, dass sie zum Empfang berechtigt ist, dazu zählen insbesondere alle Personen, die in den Räumen des Empfängers angetroffen werden. Dabei dürfen auch elektronische Hilfsmittel zum Nachweis der Zustellung eingesetzt werden, wobei der Auftraggeber damit einverstanden ist, dass der gedruckte Name des Empfängers oder der nach o.g. empfangsberechtigten Person in Verbindung mit der digitalisierten oder elektronischen Unterschrift des Empfängers oder der nach o.g. empfangsberechtigten Person als Nachweis für die Zustellung ausreicht und der Auftraggeber ausdrücklich darauf verzichtet, einen Mangel in der Zustellung mit der Berufung auf den Einsatz elektronischer Hilfsmittel zum Nachweis der Zustellung zu begründen. 
 

Kann eine Sendung nicht im ersten Versuch zugestellt werden, wird der Empfänger schriftlich davon in Kenntnis gesetzt und der Zeitpunkt eines weitern Zustellversuchs angekündigt. Ein von diesem Zeitpunkt abweichender Zustelltermin kann separat mit dem Empfänger ebenso vereinbart werden. 
 

Bleibt auch der zweite Zustellversuch erfolglos, sowie bei Annahmeverweigerung oder falscher Adresse hat der Auftraggeber unverzüglich, längstens binnen 7 Werktagen nach Verständigung, schriftlich Instruktionen über die weitere Behandlung der Versandeinheiten zu erteilen; andernfalls wird die Sendung an ihn zurückgesendet. Sämtliche anfallenden Kosten gehen dabei zu Lasten des Auftraggebers. 
 

6. Tarife; Zahlungsbedingungen 
 

Sofern keine abweichenden Vereinbarungen getroffen wurden, gelten für die Beförderung von Sendungen die in der jeweils gültigen Preisliste des Auftraggebers angegebene Tarife; maßgeblich sind die am Tag der Auftragserteilung jeweils geltende Tarife. Die Tarife setzen normale, unveränderte Beförderungsverhältnisse sowie die Weitergeltung der zum Zeitpunkt der Auftragserteilung jeweils geltenden Fracht-, Valuta- und Tarifverhältnisse (einschließlich von Straßenbenützungsgebühren) voraus. In diesen Tarifen sind die jeweils gesetzlich geltende Mehrwertsteuer, sonstige staatliche Abgaben, Versicherungsprämie und Zuschläge für Sonderleistungen welcher Art immer nicht eingeschlossen. 
 

Alle im Namen des Auftraggebers oder des Empfängers von more Logistics GmbH geleisteten Zahlungen im Zusammenhang mit Zöllen, Umsatzsteuern und sonstigen Steuern oder Erhebungen sowie Abwicklungsgebühren sind auf Anforderung durch more Logistics GmbH sofort fällig, more Logistics GmbH nach ihrer Wahl berechtigt ist, die Zahlung vom Auftraggeber und/oder Empfänger zu verlangen; insoweit ist more Logistics GmbH auch nicht an Weisungen des Auftraggebers gebunden. 
 

Wird eine Zahlung per Rechnung oder Überweisung vereinbart, ist die fragliche Summe unverzüglich nach Rechnungserhalt ohne Abschläge zu zahlen. 
 

more Logistics GmbH ist berechtigt, bei Versandeinheiten, die nach Volumen, Abmaße oder Gewicht abgerechnet werden, diese nachzumessen; der Auftraggeber stimmt zu, dass die von more Logistics GmbH ermittelten Werte der Abrechnung zugrunde gelegt werden. 
 

7. Nachnahme 
 

Jede Nachnahmesendung ist entsprechend der jeweiligen Produktinformation auf jedem Packstück und auf dem Übergabedokument deutlich, leserlich und dauerhaft als Inkassosendung zu kennzeichnen. Nachnahmeaufträge müssen in der jeweiligen Landeswährung des Bestimmungslandes erteilt werden. Der Nachnahmebetrag darf nicht höher als der Wert der Versandeinheit zuzüglich der darauf entfallenden Transportkosten, Zölle und sonstige Abgaben sein; eine nachträgliche Änderung des Inkassobetrages ist nur schriftlich möglich. Unvollständige Sendungen werden nur nach schriftlicher Anweisung des Auftraggebers unter Einziehung des gesamten Nachnahmebetrages zugestellt. 
 

Die Überweisung des Nachnahmebetrages an den Auftraggeber wird innerhalb von 5 Arbeitstagen nach Eingang der Zustellbestätigung (POD) in der zuständigen Rechnungsstelle des Partnerunternehmens direkt von diesem bzw. über more Logistics GmbH veranlasst. Währungsrisiken gehen zu Lasten des Auftraggebers. more Logistics GmbH ist berechtigt, inkassierte Nachnahmen mit offenen Forderungen gegen den Auftraggeber aufzurechnen. 
 

Kann die Sendung nicht zugestellt oder der Nachnahmebetrag nicht eingezogen werden, versucht more Logistics GmbH schriftliche Anweisungen des Auftraggebers über das weitere Vorgehen zu erhalten. Ist dies nicht möglich, wird die Sendung an den Auftraggeber zurückgesendet. Der Auftraggeber haftet in diesen Fällen für alle anfallenden Kosten und Aufwendungen und hält more Logistics GmbH schad- und klaglos gegenüber allen Ansprüchen Dritter und Schäden, die im Zusammenhang mit dem Transport entstehen bzw. gegen more Logistics GmbH geltend gemacht werden. 
 

Schäden als Folge ungenauer, unvollständiger oder fehlerhafter Angaben und/oder Kennzeichnungen gehen zu Lasten des Auftraggebers. 
 

8. Empfänger zahlt
 

Hat der Auftraggeber „Receiver pays“ gewählt, kann die Sendung ohne vorherige Zahlung der Kosten an den Empfänger gesendet werden. more Logistics GmbH zieht auf jeweilige Anweisung des Auftraggebers die Transportkosten und eventuell anfallende weiter Kosten wie Zölle oder Steuern vom Empfänger ein. Währungsrisiken gehen zu Lasten des Auftraggebers. 
 

Sollte der Empfänger die Zahlung bei Übergabe verweigern, hat der Auftraggeber more Logistics GmbH innerhalb von 7 Tagen die weitere Vorgangsweise mitzuteilen. Andernfalls wird die Sendung an ihn zurückgesendet. Sämtliche anfallenden Kosten gehen zu Lasten des Auftraggebers. 
 

more Logistics GmbH weist den Auftraggeber darauf hin, dass der Auftraggeber auch bei der Option „Receiver pays“ alleiniger Schuldner des Vergütungsanspruches ist. Die Wahl der Option „Receiver pays“ berührt nicht die Verpflichtungen des Auftraggebers gegenüber more Logistics GmbH, die Vergütung sowie die sonstigen Aufwendungen und Kosten zu tragen. 
 

9. Gefahrgut 
 

Die Beförderung von Gütern, die Gefahrgüter im Sinne der nationalen oder internationalen Gefahrgutvorschriften (z.B. GGStG, ADR, RID, usw.) oder nach der IATA- und OACI-Gefahrgutvorschriften sind („Gefahrgutsendungen“), ist nur nach vorheriger schriftlicher Vereinbarung zulässig. Solche Sendungen sind auf einer separaten Ladeliste zu übergeben und es sind jeweils ein den zum Zeitpunkt der Übergabe der Sendung jeweils geltenden gesetzlichen oder behördlichen Vorschriften (insbesondere GGStG, ADR, RID, usw.) entsprechendes Beförderungspapier und Unfallmerkblatt beizufügen. Jedes Packstück, das Gefahrgut enthält, ist mit den jeweils gültigen, richtigen Gefahrgutzetteln zu kennzeichnen. 
 

Der Auftraggeber wird ausdrücklich auf die ihm nach den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere des GGStG, ADR, RID, usw. als Versender bzw. Absender obliegenden Verpflichtungen hinsichtlich der Angabe, Kennzeichnung, Verpackung, Zusammenladeverbote, Mitgabe von Unfallmerkblättern, etc. verwiesen; diese Verpflichtungen treffen den Auftraggeber auch dann, wenn das Gefahrgut von einer anderen Person als dem Auftraggeber übergeben wird. Verstößt der Auftraggeber gegen eine dieser Bestimmungen, hafte er für jeden daraus entstehenden Schaden und hat more Logistics GmbH Transporte für alle ihr daraus entstehenden Schäden, Kosten und Aufwendungen schad- und klaglos zu halten; eine Verpflichtung von more Logistics GmbH , die vom Auftraggeber übergebenen Angaben und Dokumente auf ihre Richtigkeit und Vollständigkeit zu überprüfen, besteht nicht. 
 

10. Haftung 
 

more Logistics GmbH haftet nach den Bestimmungen der CMR, die insbesondere für den Fall des Verlustes oder der Beschädigung des Gutes eine Haftungsbeschränkung auf maximal 8,33SZR pro fehlendem oder beschädigtem Kilogramm Rohgewicht des Gutes bzw. gemäß dem Warschauer Abkommen mit maximal 16,66 SZR pro fehlendem oder beschädigtem Kilogramm Rohgewicht des Gutes, bei Lieferfristüberschreitung maximal auf die Höhe des vom Auftraggeber für die verspätet zugestellte Sendung zu bezahlenden Entgelts vorsieht. 
 

Angegebene Laufzeiten sind Regellaufzeiten und gelten nicht als vereinbart oder garantiert. Außerdem hat der Empfänger bei der Übernahme der Sendung den Verlust bzw. die Beschädigung zu vermerken. Versteckte Mängel bedürfen durch den Auftraggeber bzw. Empfänger einer besonderen Mithilfe, da das Verschulden eines Lieferanten nachgewiesen und mangelhafte Verpackung widerlegt werden muss. 
 

11. Versicherung 
 

Die Lieferanten haften nur mit dem unter Ziffer 10 angeführten Haftungsgrenzen. Sollte der Warenwert die gesetzliche Haftung übersteigen, so hat der Auftraggeber für eine ausreichende Versicherung Sorge zu tragen. more Logistics GmbH berät den Auftraggeber gerne und kann auch eine geeignete Versicherung bei Bedarf auf Kosten des Auftraggebers eindecken lassen. Dies bedarf einer schriftlichen Vereinbarung. Im Hinblick auf die zwingenden gesetzlichen Haftungsbeschränkungen der CMR wird der Abschluss einer solchen zusätzlichen Transportversicherung ausdrücklich empfohlen.
 

Viele Lieferanten, besonders im Paketbereich, haben bereits eine Versicherung bis maximal € 500,-- im

Frachtpreis inkludiert. Die Versicherungsprämie für diese integrierte Versicherung ist im jeweiligen Beförderungsentgelt enthalten. Welcher Lieferant diese Versicherung inkludiert, wird von more Logistics GmbH an den Auftraggeber kommuniziert. Sollte keine Information vorliegen, gelten die unter Ziffer 10 angeführten gesetzlich festgelegten Haftungsgrenzen. 
 

Güter, die von der Beförderung ausgeschlossen sind, gelten als nicht versichert und sind auch nicht versicherbar; für diese besteht auch keine Haftung von more Logistics GmbH. 
 

12. Schadensanzeige 
 

Der Empfänger hat die Sendung bei der Annahme unverzüglich auf Beschädigungen und Vollständigkeit zu untersuchen. Erkennbare Schäden und Verluste sind vom Empfänger spätestens bei der Übernahme der Sendung auf den Versanddokumenten anzumerken. Nicht erkennbare Schäden sind bei more Logistics GmbH binnen sieben Tagen, Sonn- und gesetzliche Feiertage nicht mitgerechnet, nach Zustellung schriftlich anzuzeigen. Zur Wahrung der Frist müssen die Anzeigen binnen sieben Tagen bei more Logistics GmbH eingegangen sein. 
 

13. Abtretungsverbot 
 

Dem Auftraggeber oder sonstigem Anspruchsinhaber ist es nicht gestattet, Forderungen, die er möglicherweise gegen more Logistics GmbH hat, ohne eine vorherige schriftliche Zustimmung von more Logistics GmbH abzutreten. 
 

14. Zollabfertigung 
 

Durch die Übergabe eines Produktes zum Transport wird more Logistics GmbH als Vertreter für eine etwaig notwendige zollamtliche Abfertigung bestimmt. more Logistics GmbH ist berechtigt, eine Zollabfertigung auch durch die Einschaltung eines Zollagenten vorzunehmen. 
 

Zollgut ist eindeutig und dauerhaft zu kennzeichnen und more Logistics GmbH gesondert zu übergeben. Der Auftraggeber garantiert, alle für die Ein- und Ausfuhr sowie Verzollung jeweils erforderlichen Papiere, Dokumente und Formulare vollständig und wahrheitsgetreu ausgefüllt beizubringen. Der Auftraggeber hält more Logistics GmbH für alle Schäden, Kosten und Aufwendungen, die more Logistics GmbH dadurch entstehen, dass der Auftraggeber oder seine Erfüllungsgehilfen die notwendigen Papiere, Dokumente und Formulare nicht beibringt oder diese unvollständig und fehlerhaft ausgefüllt hat oder Zollgut nicht entsprechend kennzeichnet oder nicht gesondert übergibt, schad- und klaglos. 
 

Anfallende Kosten für die Zollabfertigung und Eingangangsabgaben fiskalischer Art, wie Zollgebühren, Steuern, Zollstrafen und Lagerkosten oder sonstige Auslagen, die durch Handlungen der Zollbehörden, Fehler des Auftraggebers oder Empfängers bei der Bereitstellung der notwendigen Dokumente oder beim Erwerb einer erforderlichen Genehmigung oder Lizenz entstehen, werden dem Empfänger in Rechnung gestellt, sofern sich nicht der Auftraggeber durch entsprechende Frankatur zur Kostenübernahme bereit erklärt hat. Für den Fall, dass der Empfänger trotz Mahnung keine Zahlung leistet, hält der Auftraggeber more Logistics GmbH hinsichtlich aller Schäden, Kosten und Aufwendungen sowie Ansprüche Dritter frei, die more Logistics GmbH im Zusammenhang mit der Durchführung des Transportauftrages entstehen bzw. gegenüber more Logistics GmbH geltend gemacht werden. 
 

Der Auftraggeber garantiert, die Importbestimmungen des jeweiligen Empfängerlandes zu beachten und hält more Logistics GmbH hinsichtlich aller Ansprüche Dritter, Schäden, Kosten und Aufwendungen schad- und klaglos, die dadurch entstehen, dass nicht zur Einfuhr zugelassene Waren versendet werden. 
 

15. Datenschutz 
 

more Logistics GmbH ist berechtigt, die Daten zu sammeln, zu speichern und zu verarbeiten, die vom Versender oder Empfänger im Zusammenhang mit den von more Logistics GmbH durchgeführten Leistungen gemacht werden und/oder von more Logistics GmbH für die zu erbringenden Leistungen benötigt werden. Weiterhin ist more Logistics GmbH ermächtigt, auf Anforderung der Behörden (insbesondere Zollbehörden) und staatliche Institutionen diesen im gesetzlich festgelegten Rahmen Daten mitzuteilen. 
 

16. Schriftform 
 

Änderungen und Ergänzungen der AGB sind nur wirksam, wenn diese schriftlich vereinbart werden. Mündliche Nebenabsprachen gelten nicht. 
 

17. Anzuwendendes Recht/Gerichtsstand
 

Alle Verträge von more Logistics GmbH unterliegen dem österreichischen Recht (unter Ausschluss der Bestimmungen des Internationalen Privatrechts). 
 

Für sämtliche Streitigkeiten im Zusammenhang mit more Logistics GmbH abgeschlossenen Verträge, einschließlich von Streitigkeiten über den Bestand und die Gültigkeit einer Vereinbarung, wird die Zuständigkeit des sachlich jeweils zuständigen Gerichts in Eisenstadt vereinbart; für Klagen von more Logistics GmbH gegen seinen Auftraggeber ist diese Gerichtsstandsvereinbarung nicht ausschließlich.